Teens und Twens

Jutta Michaud | Berlin

Teens und Twens

Nach über 14 Jahren als Coachin für einen Träger der Jugendhilfe habe ich gelernt, wie schwierig Jungsein manchmal sein kann!

Fehlendes Selbstvertrauen, Mobbing, Schulangst, Liebeskummer, Orientierungsprobleme, Lernblockaden und oft die Bewältigung familiärer Probleme sind nur einige der Themen, die ich mit meinen Coachees bearbeitet habe. Seit der Corona-Pandemie und dem zunehmenden Einfluss von Social Media wurden zunehmend soziale Ängste, Vereinsamung und Rassismuserfahrungen zu meinen Arbeitsschwerpunkten.

Zum Leistungsdruck in der Schule, im Studium und in der Ausbildung gesellen sich vermehrt belastende Gedanken zur Gestaltung des individuellen Lebensentwurfs, dem Umgang mit Sexualität und Geschlechtsrollenidentität. Globale Krisen und die erlebten Folgen der gesellschaftlichen Fragmentierung machen Angst. Manche junge Menschen fühlen sich auch angesichts der Summe ihrer Möglichkeiten überfordert.

Bei der Arbeit mit jungen Menschen geht es zunächst darum, den Selbstwert zu stärken und ein Bewusstsein für vorhandene Ressourcen zu schaffen. Darauf aufbauend arbeiten wir gemeinsam an nachhaltigen Lösungs- und Bewältigungsstrategien für aktuelle Probleme und entwickeln Strategien, die in der Zukunft bei ähnlichen Problemen hilfreich sein können.

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind gegenseitiges Vertrauen, Offenheit und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit erforderlich. Begleitende Elternarbeit ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung. Kommt es dazu, sollte es den Erziehungsberechtigten klar sein, dass der junge Mensch mein Klient und Auftraggeber ist. Auf dessen Wunsch werden manche Inhalte vertraulich, nur zwischen uns behandelt. Es hat sich jedoch als hilfreich erwiesen, bei familiären Konflikten die Familie als System in den Blick zu nehmen. Denn oft ist es bereits hilfreich, eingeschliffene Kommunikationsmuster zu erkennen und alternative Möglichkeiten kennenzulernen.

Vier junge Frauen unterhalten sich im Freien, wobei eine von der Kamera abgewandt ist und die anderen ihr zulächeln.
Frau in neongrünem Kapuzenpullover steht vor einer grauen Wand und blickt mit nachdenklichem Gesichtsausdruck weg.

Tipps zur Selbsthilfe

Inzwischen gibt es bundesweit Institutionen, in denen man sich als junger Mensch oder als Eltern unverbindlich und anonym beraten lassen kann. Eine kleine Auswahl finden Sie hier. 

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