Angst und Panikreaktionen
Jutta Michaud | Berlin
Keine Angst vor Angst!
Kaum zu glauben, wenn man unter Ängsten leidet: Grundsätzlich ist Angst etwas Gutes! Ein kleines Wunder, das unser Gehirn innerhalb von Millisekunden vollbringt, um uns vor Gefahren zu schützen! Blitzschnell wird das vegetative Nervensystem aktiviert, verengen sich die Blutgefäße, wird Adrenalin ausgeschüttet, werden Herzschlag und Puls beschleunigt. Der Blutdruck springt in die Höhe, die Muskeln ziehen sich zusammen. Kurz: das Gehirn schaltet auf Fluchtmodus. Schmerzgefühle werden unterbrochen, bis wir in Sicherheit sind.
Dummerweise kann unser Gehirn nicht zwischen echter und unechter Gefahr unterscheiden. So kommt es, dass der oben beschriebene Angstkreislauf ausgelöst wird, sobald wir Gefahr erwarten, weil wir irgendwann einmal eine bedrohliche Erfahrung gemacht haben oder uns diese allzu lebhaft vorstellen.
Ob Prüfungsangst, Angst vor Spinnen, Schulangst; unangenehme Gefühle in geschlossenen Räumen, auf weiten Plätzen oder bei öffentlichen Großveranstaltungen – wenn man zu Angst- und Panikreaktionen neigt, laufen die körperlichen Reaktionen nach dem Programm des Angstkreislaufes ab und verstärken ohnehin vorhandene Ängste. Nehmen sie überhand, werden bestimmte Situationen immer öfter vermieden. So verhindern sie, dass man voll am Leben teilhaben kann oder vorhandene Potenziale auslebt.
Den Angstkreislauf unterbrechen
Gemeinsam erarbeiten wir ein wirksames Sofortprogramm, mit dessen Hilfe Sie den Angstkreislauf unterbrechen können. Dabei kommen u. a. Atem- und Entspannungstechniken ins Spiel, aber auch Möglichkeiten, die auf Ihr persönliches Erleben abgestimmt sind. Mit diesen Skills im „Handgepäck“ können wir die Ursachen der Angst in Ruhe von allen Seiten betrachten, die Ängste Schritt für Schritt auflösen und dabei die Erfahrung machen, sie bewältigen zu können. Geduld und aktive Mitarbeit sind in diesem Prozess unerlässlich.

